Verblisterung für Apotheken
Die Heimversorgung und die Versorgung multimorbider Patienten stellen Apotheken vor eine wachsende Aufgabe: Arzneimittel müssen patientenindividuell, fehlerfrei und nachvollziehbar gestellt werden – bei knappem Fachpersonal. Die MicuraDose Systemreihe automatisiert diesen Prozess. Das System entnimmt die Arzneimittel direkt aus dem Originalblister, befüllt 7x5-Wochenblister, versiegelt und bedruckt sie und dokumentiert jeden befüllten Blister fotografisch.
Patientenindividuelle Verblisterung: Wo manuelle Prozesse an Grenzen stoßen
Das manuelle Stellen von Wochendosetten oder Becherblistern bindet qualifiziertes Personal. Jede Tablette muss dem richtigen Patienten, Tag und Einnahmezeitpunkt zugeordnet werden. Das Vier-Augen-Prinzip verdoppelt den Kontrollaufwand, die Dokumentation kommt hinzu. Mit steigender Patientenzahl wachsen drei Probleme:
Personalbindung
Personalbindung
Das Stellen wird zur Daueraufgabe für PTA und Apotheker, die im Verkauf und in der Beratung fehlen.
Fehlerrisiko
Fehlerrisiko
Monotone, repetitive Tätigkeiten erhöhen das Risiko von Verwechslungen – besonders bei ähnlich aussehenden Präparaten und häufigen Medikationsänderungen.
Dokumentationsaufwand
Dokumentationsaufwand
§ 34 der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) fordert für das patientenindividuelle Stellen und Verblistern unter anderem Herstellungsanweisungen, Protokolle und eine Freigabe durch einen Apotheker. Manuell ist diese Nachweisführung aufwendig.
So funktioniert MicuraDose: Der Prozess im Überblick
1. Auftragsimport aus dem Medikationsplan
Das System übernimmt den patientenindividuellen Medikationsplan als Auftrag aus der angebundenen Apothekensoftware.
2. Vollautomatisches Entblistern aus dem Originalblister
MicuraDose entnimmt die Arzneimittel direkt aus den Originalblistern des Herstellers. Die Tabletten verbleiben bis zur Verarbeitung in ihrer Primärverpackung.
3. Befüllung des 7x5-Becherblisters
Das Abfüllmodul verteilt die Arzneimittel auf einen Wochenblister mit sieben Tagen und bis zu fünf Einnahmezeitpunkten je Tag. Die einzelnen Becher lassen sich abtrennen.
4. Versiegeln und Bedrucken
Das Druck- und Siegelmodul verschließt den Wochenblister und bedruckt die Deckkarte mit dem patientenindividuellen Medikationsplan mit Abbildungen sämtlicher enthaltener Arzneimittel – eine Orientierungshilfe für Pflegekräfte.
5. Kontrolle und Dokumentation
RFID und kamerabasierte Bildprüfung (Vision-Check) überwachen jede Blisterkarte während des gesamten Prozesses. Jeder befüllte Wochenblister wird fotografiert und die Aufnahme gespeichert.
Vorteile von MicuraDose
Direkt aus dem Originalblister
Direkt aus dem Originalblister
MicuraDose entblistert erst im Moment der Verarbeitung. Daraus ergeben sich drei praktische Vorteile: Die Arzneimittel bleiben bis zur Befüllung im Schutz der Primärverpackung. Kreuzkontamination und der Bildung von Medikamentenstäube wird vorgebeugt.
Kein externer Reinraum notwendig
Kein externer Reinraum notwendig
Die Anlage bildet ein geschlossenes System. Nur in dem Bereich, in dem offene Tabletten gehandhabt werden – also zwischen Entblistern und Versiegeln –, stellt die Anlage eine innenliegende Reinraumumgebung sicher. Ein externer Reinraum ist nicht erforderlich.
Qualitätssicherung und Compliance
Qualitätssicherung und Compliance
RFID für die Verfolgung von Blisterkarten und Trägern, Vision-Check für die optische Kontrolle der Befüllung. Die lückenlose Überwachung jeder Blisterkarte und die Fotodokumentation garantieren eine gesicherte Herstellung. Die gespeicherten Aufnahmen dienen für die Prüfung vor der Freigabe.
Modularer Ausbau nach Bedarf
Modularer Ausbau nach Bedarf
Das Basissystem MicuraDose lässt sich mit verschiedenen Modulen erweitern: Automatisches Be- und Entladen, Fördertechnik zur automatisierten Zuführung der Medikamente, Anbindung an einen Kommissionierautomaten oder Pick-&-Place-Regal für Arzneimittel. Der Automatisierungsgrad wird an den Bedarf der Apotheke angepasst und lässt sich bei wachsendem Versorgungsvolumen erhöhen.
Kartenblister im 7x5-Format
mit einzeln abtrennbaren Bechern
Der 7x5-Becherblister fasst die gesamte Wochenmedikation eines Patienten auf einer Karte zusammen. Die bedruckte Deckkarte ordnet jeden Blister eindeutig dem Patienten zu. Der beiliegende Medikationsplan zeigt Abbildungen aller enthaltenen Arzneimittel. Pflegekräfte erkennen auf einen Blick, welcher Einnahmezeitpunkt ansteht und ob die korrekte Medikation enthalten ist. Die abtrennbaren Becher ermöglichen es, einzelne Einnahmen mitzugeben – etwa für Tagespflege, Arztbesuche oder Ausflüge.
Häufige Fragen zur automatisierten Verblisterung
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WOLFGANG BREGER
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